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Mega "Metakommunikation". Ich bin Fan!

Aktualisiert: 24. Apr.

Doch was hat es eigentlich damit auf sich?


Unter Metakommunikation verstehen wir die Kommunikation über unsere Kommunikation. Wir meinen damit die Auseinandersetzung über die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen und über die Art und Weise, wie wir die gesendeten Nachrichten gemeint und die empfangenen Nachrichten entschlüsselt und darauf reagiert haben.


Kompliziert? OK! Dann jetzt ein Beispiel:


Heute trat ein Marktleiter an mich heran und äußerte seinen Unmut über die momentane Situation in der Zusammenarbeit mit seinem Vorgesetzten:

"Seit Wochen geht er mir aus dem Weg, lässt sich nicht blicken, kümmert sich nicht. Wenn er da ist, meckert er nur rum, ich werde nur kritisiert, egal was ich tue."

Er bat mich um Hilfe für die Gesprächsführung bei dem nächsten Treffen mit eben diesem Vorgesetzten.

Im Ergebnis sah die Wortwahl für das Gespräch dann ungefähr wie folgt aus:

" Herr XXX, ich würde gern einmal unter vier Augen und in Ruhe mit dir sprechen. Ich habe nämlich das Gefühl, dass etwas zwischen uns steht, dass wir mal besprechen sollten. Meines Erachtens sprechen wir seit Wochen nur das Nötigste und ich habe fast das Gefühl, du würdest mir aus dem Weg gehen. Wenn wir uns sehen, schneide ich bzw. meine Arbeit nicht gut ab und ich höre kaum ein lobendes Wort in letzter Zeit. Das alles belastet mich sehr."


Vorsichtig, umsichtig, ICH-Form, gewaltfrei, klar, nicht oberlehrerhaft oder psychologisierend.

Wer soll bei dieser Wortwahl ablehnend oder angegriffen reagieren? Das geht gar nicht und wenn, hat dieser jemand m.E. in der Führungsetage nichts verloren!


Natürlich handelte es sich, wie in den meisten Fällen, um ein großes Missverständnis und die Marktleitung hat sich im nachhinein geärgert, dass Thema nicht vorher angesprochen zu haben.


Gute Metakommunikation verlangt in erster Linie einen vertieften Einblick in die eigene Innenwelt aber vor allem Mut zur Selbstoffenbarung. Sie löst Spannungen auf und führt aus Störungen heraus. Man muss sich nicht verbiegen oder verstellen, sondern kann ganz frei und in ICH-FORM mitteilen, was einen bewegt.

Glauben Sie mir, ich habe noch nie erlebt, dass dies eine schlechte Idee war!


Ihre Sandra Sagner





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