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Eine gute Frage reicht!

  • mail681374
  • 8. März
  • 2 Min. Lesezeit

Im Laufe meiner Selbstständigkeit habe ich sehr viel gelernt über Coaching, über Prozesse, über Theorie und Praxis, über Strukturen und versteckte Agenden.

Über Manager, die hinsehen und über Führungskräfte, die lieber wegschauen, weil es vermeintlich einfacher und angenehmer ist und weniger Schmerzen verursacht.


Ich habe gelernt, dass Kunden, die bereits viele Führungscoachings durchlaufen haben, oft skeptisch und verhalten in mein Caoching kommen, weil ihre bisherigen Trainings eben Trainings waren und daher leider oft sehr theoretisch, zu kompliziert und vielleicht auch etwas langweilig, ohne wirklichen Bezug zu der wahren Realität auf der Fläche.


Und selbst wenn die Caochings interessant waren, scheitert die Umsetzung der Inhalte meist an der brutalen Realität und dem „Status quo“, der seine Muskeln spielen lässt, sobald wir wieder im Arbeitsalltag angekommen sind und zwingt uns alles wieder so zu machen, wie wir es vor dem Caoching gewohnt waren.


Dies – und einige Gründe mehr – haben dazu geführt, dass ich fast keine Tools mehr anwende. Tools sind nämlich leider sehr oft nicht mehr als „gute Ratschläge“. Führungskräfte haben in der Regel sehr viel Zeit damit verbracht, „gute Ratschläge“ zu erteilen und sind so die Karriereleiter hinaufgeklettert. Gute Ratschläge zu erteilen gibt uns das gute Gefühl wertvoll zu sein und die Kontrolle über die Situation zu behalten. Wenn wir hingegen Fragen stellen, können wir nicht sicher sein, ob sie nützlich sind und sie lassen uns vermeintlich unsicher und schwach erscheinen.

Doch Ratschläge haben ihren Preis: Abhängigkeiten, Unselbstständigkeit in Teams und fehlende Grenzen, also eigene Überforderung, um nur einige zu nennen.


Coaching ist kein Tool und es ist noch viel weniger ein guter Ratschlag!


Oft stelle ich in meinen Coachings EINE EINZIGE FRAGE. Ob in der Teamarbeit oder im Einzelcoaching. Ob mir das leicht fällt? NEIN! Natürlich bin auch ich nicht frei von dem Leistungsgedanken und Selbstzweifeln „ob es denn reicht“. Doch ich versichere Ihnen: Wenn die Frage gut überlegt und das Thema erkannt ist, reicht sie und zeigt mir immer wieder:

JEDE Form der ehrlichen Selbstreflektion bewirkt weitaus mehr als das beste Tool oder die besten „Führungsregeln“ zum mitschreiben.


Trauen wir uns mehr Fragen zu stellen. Unser Rat ist weniger gut, wie wir denken!


Nur Mut!

 
 
 

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