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  • mail681374

"Katastrophen äußern sich in der Regel anders, nicht wahr?"

Mit diesem einfachen, klaren und wahren Satz, hat meine Mediationsteilnehmerin in der vergangenen Woche, mal ganz nebenbei, dem ganz goßen Konflikt und dem Vorwurf ihres Gegenübers, katastrophale Aufbauten zu machen, die Luft rausgelassen.

Und dies absolut ohne verbale Gewalt.

Es erfordert eine Menge Mut so konsequent zu sein und dem "Rumpelstilzchen" gegenüber, mit dieser verbalen Gelassenheit, die Stirn zu bieten.

Für mich war dies wieder eine Veranschaulichung "par excellence", welche Kraft das gesprochene Wort hat.

Der Konflikt zwischen meinen Medianten wurde dadurch weder kleingeredet, noch lächerlich gemacht, sondern lediglich hinterfragt.

"Ist unser Problem tatsächlich einer Katastrophe gleichzusetzten? Sicher nicht!"

Schalten wir doch einfach mal 20:15 Uhr den Fernseher ein - da spielen sich die ganz großen Katastrophen unserer Zeit ab!

Wie oft bauschen wir Dinge auf, stellen sie als viel größer und mächtiger da, als sie tatsächlich sind und vor allem: welche Macht geben wir ihnen damit?

Die Dame in meiner Mediation sah zumindest Ihren Mitstreiter sprachlos, der durch Ihre Bemerkung erst wahrnehmen konnte, was dieser "Konflikt" bereits in ihm ausgelöst hat. Er war gefangen in seiner Wahrnehmung, konnte nun aber seinen innerlichen Stoppknopf drücken und seine Wahrnehmung eben auch als diese sehen; und nicht als die "absolute Wahrheit".

Ob die beiden Ihren Konflikt durch die Mediation beilegen können? Dies kann ich nicht mit Sicherheit sagen, da wir uns erst in der Darlegungsphase befinden, doch ich bin zuversichtlich, denn der Grundstein wurde gelegt.

Also gehen wir doch innerlich viel häufiger mal den berühmten Schritt zurück und schauen auf das große Ganze, so wie mein Mediant es tun konnte.

Sie werden erstaunt sein, wie wenige "Katastrophen" übrig bleiben werden.

Ihre Sandra Sagner




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